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Bild: Inna rempel

Wer mitmacht

Wir brauchen neue Gesichter

„Immer wieder dieselben – und die sind bereits vielfach engagiert.“ „Noch mehr geht bei mir wirklich nicht.“ „Wir brauchen neue Gesichter.“

4.3

Auf der Klausurtagung des Kirchenvorstandes ging es munter und motiviert zu. Es sind viele Ideen entstanden und Erkenntnisse gewonnen worden, welche Aufgaben und Themen in der Kirchengemeinde in der nächsten Zeit dran sind. Es wurde aber auch festgestellt, dass die Gruppe der ehrenamtlich Engagierten langsam, aber stetig abnimmt.

Viele, die schon lange dabei sind, werden in absehbarer Zeit aufhören. Das hat die Frage ausgelöst, ob sich überhaupt genug Menschen finden lassen werden, die sich für all die Ideen (oder zumindest einen großen Teil davon) und auch für die bestehenden Aufgaben zum Mitmachen gewinnen lassen. Auch das ist ja in den letzten Jahren wohl schon sehr mühsam gewesen. Und der Kirchenvorstand kann das auf keinen Fall alles leisten….

4.2

Auf dem Kirchenvorstehertag des Kirchenkreises ein paar Wochen später, hat Doris S. an dem Workshop „Ehrenamt – aber bitte mit Durchblick“ teilgenommen. Bei der nächsten Kirchenvorstandssitzung berichtet sie begeistert davon. Sie schlägt vor, darüber nachzudenken, Ehrenamtskoordination in die Gemeindeleitung einzubinden.

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4.1

Mitarbeitende gewinnen und begleiten

In jeder Kirchengemeinde trägt eine Vielzahl von Mitarbeitenden zur Erfüllung des kirchlichen Auftrages bei. Die Begleitung und die Gewinnung von Mitarbeitenden haben daher eine Schlüsselfunktion für die Arbeit in der Gemeinde. Nicht nur da, wo ein Kirchenvorstand Anstellungsträger für beruflich Mitarbeitende ist, spielen Personalverantwortung und Personalentwicklung eine wichtige Rolle. Auch bei der Gewinnung Ehrenamtlicher ist der Kirchenvorstand in der Verantwortung. Es muss gelingen, Mitarbeitende motivierend zu begleiten und neue Menschen für das Engagement in der Kirchengemeinde zu gewinnen. 
Dafür haben sich drei Instrumente besonders bewährt:

  • Jahresgespräche mit Mitarbeitenden dienen dazu, die Arbeitssituation gemeinsam zu betrachten, Gaben besser zu entdecken und Vereinbarungen zu treffen, die Zufriedenheit fördern.
  • Freiwilligenmanagement schafft die nötigen Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Mitarbeit (z.B. durch geregelte Auslagenerstattung, Budgetgewährung und Fortbildungsplanung).
  • Ehrenamtskoordination bringt die interessierten Menschen mit Engagementmöglichkeiten und Aufgaben zusammen (z.B. durch aufschlussreiche Engagement- und Aufgabenbeschreibungen, Orientierungsgespräche und verlässliche Ansprechpersonen).

Diese Instrumente und eine aufmerksame Offenheit gegenüber beruflich und freiwillig Mitarbeitenden schaffen eine wertschätzende Anerkennungskultur in der Kirchengemeinde.