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Bild: Inna rempel

Was wir vorhaben

Dem Ziel näher kommen

Klausursitzung des Kirchenvorstandes von St. Jacobi. Im Raum steht eine Stellwand. Birgit Meyer, die Kirchenvorstandsvorsitzende, hat ein großes Blatt Papier angeheftet. Darauf steht: „Was nehmen wir uns für die nächsten drei Jahre vor? Was sind unsere Ziele?“  

3.2

Erwin Niebuhr, der Spaßvogel im Kirchenvorstand, bemerkt scherzhaft: „Wer kein Ziel hat, ist immer auf dem richtigen Weg!“

Einige in der Runde schmunzeln. Birgit Meyer aber will heute nicht alles weglächeln. „Lasst uns mal ernsthaft miteinander nachdenken“, sagt sie und blickt in die Runde. „Wir wollen doch eine attraktive Kirchengemeinde sein. Wir wollen möglichst viele Menschen erreichen.

Wir haben sogar ein Leitbild. Jetzt müssen wir uns auch wirklich klar werden, welche Ziele wir erreichen wollen. Und welche wir erreichen können. Ich glaube nämlich, Erwin: Wer kein Ziel hat, der weiß gar nicht, wo er hin will…!“

3.3

Erstaunlicherweise beginnt eine angeregte und kreative Gesprächsrunde. Es ist eher zu viel als zu wenig, was an Zielen gefunden und formuliert wird. Von Offenheit ist viel die Rede und von ungewöhnlichen Angeboten. Bald hat sich die Stellwand mit allerlei Vorschlägen gefüllt.

„Jetzt müssen wir nur noch klären, woran wir erkennen, dass ein Ziel erreicht wurde“, sagt Birgit Meyer. – „Und wer darauf achtet, dass wir dem Ziel näher kommen und es erreichen…“, ergänzt Erwin Niebuhr lächelnd. 

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3.1

Ziele und Planung

Ziele geben Ihrem Handeln eine Richtung und beschreiben einen gewünschten Zustand in der Zukunft. Ziele helfen dabei, die Vision oder das Leitbild einer Gemeinde zu erfüllen. Wir unterscheiden zwischen strategischen Zielen und Handlungszielen.

Strategische Ziele sind eher übergreifend, generell. Beispiel: „Wir haben in vier Jahren ein erkennbares diakonisches Profil entwickelt.“ 
Ein Handlungsziel beschreibt eher konkrete Vorhaben und klare Schritte. Beispiel: „Bis Ende des nächsten Jahres haben wir einen Besuchsdienst für Neuzugezogene gebildet, dem mindestens sieben Personen angehören.“

Damit die Ziele in eine Planung einfließen können, werden einzelne, konkrete Schritte, so genannte „Maßnahmen“ beschrieben: Wer macht was, mit wem, bis wann?

Ein Beispiel: „Manuela Jensen sorgt bis Oktober 2014 dafür, dass die Mitarbeitenden im Besuchsdienst für das Jahr 2015 drei Fortbildungen erhalten.“
Geklärt werden muss in jedem Fall, welche Kriterien für die Zielerreichung festgelegt werden.